Murnau-Werdenfelser
Das Murnau-Werdenfelser Rind ist ursprünglich in Südbayern - Werdenfelser Land, Murnauer Moos - beheimatet, und wird auch als Oberländer bezeichnet. Die Murnauer zählen zu den extrem gefährdeten Haustierrassen.
Charakteristika
Die Murnauer sind hell- bis dunkelgelb, dunkles Flotzmaul mit hellem Rand (Mehlmaul), dunkle Augen mit ebenfalls hellem Rand, dunkle Zunge und hellem Aalstrich. Sie sind behornt und haben ausgesprochen harte Klauen, wodurch sie für die Haltung in Feucht- bzw. Sumpfgebieten geeignet sind. Auch die heutigen Murnauer gelten noch immer als sehr robust und langlebig, mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 4000 kg/Jahr. Die Milchproteine sind einmalig in ihrer Zusammensetzung und Vielfalt.
Hime
geb. 16.08.2007
Bergfex x Hannah
Hannah
geb. 20.04.2001
Roexar x Bergertochter


Zuchtgeschichte
Die Murnau-Werdenfelser Rinder gehören zu den ältesten Rinderrassen der Welt.
Ihre Entstehungsgeschichte geht auf die Klöster Ettal und Murnau zurück. Die rote Landrasse der Region wurde mit dem gelben Tiroler Rind, aber auch mit Murbodner, Braunvieh, Mürztaler und Ellinger gekreuzt. Genetisch besteht eine enge Verbindung zum Braunvieh und eine etwas weiter zu den Murbodnern und Tiroler Grauvieh.
Bei einer Viehzählung im Jahre 1896 wurden über 61.000 Murnau-Werdenfelser in Bayern gezählt. 2004 gab es noch 10 MLP-Betriebe mit insgesamt 125 Murnauern.
Hannah und Hime im Sommer 2008

